ASTRONAUTENBAR
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BORDCOMPUTER / RESPIRATION

ATMUNG REGULIEREN

ATMUNG ................. AUTOMATISCH
EINGRIFF ................ FREIWILLIG
NERVENSYSTEM ............ HÖRT ZU
SAUERSTOFF .............. BEREITS VORHANDEN
> WARUM ATMUNG REGULIEREN?

Der Mensch atmet. Meistens sogar ohne Anleitung.

Das ist zweckmäßig, denn andernfalls wäre die Lebenserwartung der Spezies vermutlich deutlich kürzer. Die Atmung gehört zu jenen Vorgängen, die der Körper selbst erledigt und die sich trotzdem für eine Weile bewusst beeinflussen lassen.

Das ist interessant, weil Atmung und Nervensystem miteinander verbunden sind. Unter Stress wird der Atem häufig schneller und flacher. Wird er dagegen langsam und kontrolliert, verändert sich auch die Aktivität des autonomen Nervensystems. Studien finden unter anderem Veränderungen der Herzratenvariabilität und Hinweise auf stärkere parasympathische Aktivität. Vereinfacht gesagt: Der Körper bekommt die Nachricht, dass er möglicherweise gerade nicht vor einem Säbelzahntiger fliehen muss.

Das kann vor dem Einschlafen nützlich sein, nach einem anstrengenden Gespräch, zwischen zwei Aufgaben oder immer dann, wenn der Kopf längst verstanden hat, dass keine Gefahr besteht, der Rest des Organismus diese Information aber noch nicht erhalten hat.

Man muss dabei nichts erzwingen. Langsamer ist nicht automatisch besser. Wenn Schwindel, Luftnot oder Unwohlsein auftreten, bitte wieder normal atmen. Dieses Instrument ist eine Übung zur Regulation, keine medizinische Behandlung.

RHYTHMUS
ZEIT
BEREIT
4 · 7 · 8
4 RUNDEN
4 SEKUNDEN EIN · 7 HALTEN · 8 AUS
FORSCHUNGSNOTIZ

Langsames, kontrolliertes Atmen ist als Regulationsmethode besser untersucht als die Frage, welche Zahlenfolge die „beste“ ist. Besonders häufig untersucht wird ein Bereich um ungefähr sechs Atemzüge pro Minute.

4–7–8 ist eine verbreitete Entspannungssequenz mit verlängerter Ausatmung. Für den Einstieg sind wenige Runden sinnvoll. 5–5 entspricht sechs Atemzügen pro Minute und liegt damit im gut untersuchten Bereich langsamer Atmung. Box Breathing heißt auch Square Breathing: Einatmen, Halten, Ausatmen und Pause bilden vier gleich lange „Seiten“ eines gedachten Quadrats.

Zaccaro et al., 2018 · Russo et al., 2017 · Balban et al., 2023 · Marchant et al., 2025 · Cleveland Clinic, 4–7–8 Breathing

> ATMUNG KANN JEDERZEIT WIEDER DEM AUTOPILOTEN ÜBERGEBEN WERDEN._