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Portrait von René Descartes

MIND FIST · PERSONENAKTE

René Descartes

1596–1650 · LA HAYE EN TOURAINE / STOCKHOLM

Descartes suchte nach einem Ausgangspunkt, den selbst radikaler Zweifel nicht beseitigen kann. Er arbeitete zugleich an Mathematik, Naturphilosophie und einer Methode des Denkens – meistens weit entfernt von jenem festen Lehrbetrieb, dem er misstraute.

WICHTIGE STATIONEN

  • Besuchte das Jesuitenkolleg von La Flèche, studierte Recht und verbrachte anschließend Jahre mit Reisen und militärischen Aufenthalten.
  • Lebte ab 1628 überwiegend in den Niederlanden, wo ein großer Teil seiner philosophischen und naturwissenschaftlichen Arbeiten entstand.
  • Ging 1649 auf Einladung Königin Christinas nach Stockholm und starb dort im Februar 1650.

WERKE

DISCOURS DE LA MÉTHODE
Die zugängliche Darstellung seines methodischen Zweifels, verbunden mit wissenschaftlichen Abhandlungen.
MEDITATIONEN
Sechs gedankliche Etappen von der radikalen Unsicherheit zu Geist, Welt und Gott.
DIE PRINZIPIEN DER PHILOSOPHIE
Der systematischere Versuch, Metaphysik und Naturlehre zusammenzuführen.

WO BEGINNEN?

Wenn Sie anfangen möchten: Folgen Sie dem Zweifel Schritt für Schritt. Descartes ist am klarsten, wenn man den Weg nicht mit dem berühmten Ergebnis verwechselt.

  • Discours de la méthode, Teile I bis IV – autobiografischer und leichter zugänglich.
  • Meditationen I und II – Zweifel, Täuschung und das denkende Ich.
  • Die Leidenschaften der Seele – für Descartes jenseits des üblichen Cogito-Ausschnitts.

WARUM HEUTE?

Descartes fragt, worauf Gewissheit beruht und wie leicht Wahrnehmung täuschen kann. Das bleibt nützlich; ebenso nützlich ist es, seine scharfe Trennung von Geist und Körper nicht ungeprüft zu übernehmen.

ZUFALLSWEISHEIT

WEISHEIT WIRD ERMITTELT.

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