ZURÜCK ZUM TURNIER
Portrait von Epikur

MIND FIST · PERSONENAKTE

Epikur

341–270 V. CHR. · SAMOS / ATHEN

Epikur gilt gelegentlich als Schutzpatron grenzenlosen Genusses. Tatsächlich empfahl er ein überschaubares Leben mit Freundschaft, klugen Bedürfnissen und möglichst wenig unnötiger Angst. Sein Garten war Schule und Lebensgemeinschaft zugleich.

WICHTIGE STATIONEN

  • Wuchs auf der Insel Samos auf und beschäftigte sich früh mit Philosophie und der atomistischen Naturlehre.
  • Lehrte zunächst in Mytilene und Lampsakos, bevor er 306 v. Chr. in Athen den Garten gründete.
  • Lebte dort mit Schülerinnen, Schülern und Freunden; die Gemeinschaft stand auch Frauen und Sklaven offen.

WERKE

BRIEF AN MENOIKEUS
Eine kurze Einführung in Glück, Lust, Tod und den vernünftigen Umgang mit Wünschen.
HAUPTLEHRSÄTZE
Vierzig knappe Sätze zu Natur, Erkenntnis, Freundschaft und gelingendem Leben.
VATIKANISCHE SPRUCHSAMMLUNG
Eine später entdeckte Sammlung epikureischer Lehrsätze; nicht jeder Satz lässt sich sicher Epikur selbst zuschreiben.

WO BEGINNEN?

Wenn Sie anfangen möchten: Der Brief an Menoikeus benötigt keinen langen Anflug und korrigiert nebenbei einige hartnäckige Missverständnisse.

  • Brief an Menoikeus – der direkteste Einstieg.
  • Hauptlehrsätze – langsam lesen; die Kürze ist nicht dasselbe wie Einfachheit.
  • Lukrez: Über die Natur der Dinge – römische Dichtung als großer Weiterflug epikureischen Denkens.

WARUM HEUTE?

Epikur hilft beim Sortieren von Bedürfnissen, Ängsten und fremden Erwartungen. In einer Kultur, die Unruhe zuverlässig als Angebot tarnt, besitzt sein ruhiger Garten weiterhin eine gewisse technische Eleganz.

ZUFALLSWEISHEIT

WEISHEIT WIRD ERMITTELT.

ZURÜCK ZUM TURNIER