
MIND FIST · PERSONENAKTE
Platon
CA. 428/427–348/347 V. CHR. · ATHEN
Platon machte aus philosophischen Fragen Literatur: Menschen reden, widersprechen einander und entdecken gelegentlich, dass die Wirklichkeit komplizierter ist als ihr erster Satz. Seine Akademie wurde zu einem der langlebigsten Denkorte der Antike.
WICHTIGE STATIONEN
- Stammte aus einer vornehmen Athener Familie und wurde als junger Mann entscheidend von Sokrates geprägt.
- Reiste nach dessen Tod längere Zeit; seine Aufenthalte in Sizilien verbanden Philosophie mit politisch eher unzuverlässigen Realexperimenten.
- Gründete um 387 v. Chr. in Athen die Akademie, an der später auch Aristoteles lernte und lehrte.
WERKE
- APOLOGIE DES SOKRATES
- Platons literarische Fassung der Verteidigungsrede seines Lehrers.
- SYMPOSION
- Ein vielstimmiges Gespräch über Liebe, Begehren und Erkenntnis.
- POLITEIA
- Eine große Untersuchung von Gerechtigkeit, Bildung, Staat und den Grenzen politischer Ordnung.
WO BEGINNEN?
Wenn Sie anfangen möchten: Platon lässt sich besser im Gespräch kennenlernen als über eine Zusammenfassung seines Systems.
- Apologie des Sokrates – kurz, klar und nahe am Ausgangspunkt seines Denkens.
- Symposion – philosophisch reich und zugleich bemerkenswert lebendig.
- Politeia, Buch VII – dort wartet das Höhlengleichnis; der Rest der Höhle ist größer als sein Ruf.
WARUM HEUTE?
Platon zwingt dazu, zwischen Erscheinung und Wirklichkeit, Meinung und Wissen zu unterscheiden. Das ist weiterhin hilfreich – solange man auch seine Vorliebe für ideale Ordnungen aufmerksam beobachtet.
ZUFALLSWEISHEIT
WEISHEIT WIRD ERMITTELT.